Immer noch zweifeln viele Fernsehstationen, Zeitungs-, Zeitschriften- und Buchverlage daran, dass sie von einer Zusammenarbeit profitieren können oder sie verlangen zu hohe Preise. Manche Beobachter reagieren inzwischen nur noch mit Ironie auf die größte Produktinszenierung der Hightech-Industrie seit der Einführung von des Betriebssystems Windows 95 durch Microsoft im Jahr 1995.
In Deutschland steht Apple möglicherweise ein Konkurrenzkampf um die Gunst der Medien bevor. So hat das Berliner Technologieunternehmen Neofonie nach eigenen Angaben mit einem Gerät Namens “Wepad” eine Alternative zum ipad entwickelt. Gezielt spricht das Unternehmen Zeitungs- und Zeitschriftenverlage an, damit sie ihre Inhalte über das Gerät verbreiten.
Die Prognosen für den Start des iPhone fallen weit auseinander: Andy Hargreaves, Analyst von Pacific Crest Securities, erwartet, dass Apple und At&T in den ersten zwei Tagen 200.000 Stück verkaufen können. „Wenn sie nur 100.000 absetzen, wäre das schlecht.“
Von den Finanzmärkten gab es unterdessen Vorschusslorbeeren für das iPhone: Der Kurs der Apple-Aktie stieg in den vergangenen Wochen unaufhörlich und trieb den Wert des kalifornischen High-Tech-Konzerns im Mai auf über 100 Milliarden Dollar.
Unterdessen spekuliert die Branche, wie AT&T und Apple es überhaupt logistisch schaffen wollen, für mehr als 100.000 Kunden an einem Wochenende die Handys freischalten zu können.
Kunden in Europa müssen sich ein weiteres halbes Jahr gedulden, um ein iPhone kaufen zu können. Vielleicht profitieren sie dann schon von Verbesserungen an dem Multimedia-Handy. So erwarten Fachleute, dass Apple die europäische Variante des iPhone auch in den schnellen 3G-Mobilfunknetzen (UMTS) funken lässt. Bislang unterstützt das Apple-Handy neben dem Datenfunk Wi-Fi nur den langsameren EDGE- Standard.
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